Greppen LU – Seeboden – Seebodenalp SZ

10.06.2021

Nummerierungen in Klammern wie (1) beziehen sich auf jene der Routen-Karte.

Hintergrund: Seeboden unter Stock (16)

Hintergrund: Seeboden unter Stock (16)

Geschichtetes

 

Es zieht mich in die Innerschweiz, an den Vierwaldstättersee. Warum nicht mal auf's Rütli, die «Wiege der Schweiz»? Dort sollen ja drei gevogtete Genossen aus Uri, Schwyz und Unterwalden geschworen haben, für immer und ewig zusammenzuhalten gegen die bösen Habsburger. Oder so ähnlich, auf jeden Fall ist's eine spannende Legende.

Eine Legende bleibt vorläufig auch mein Besuch dieses geschichtsträchtigen Ortes – zumindest diese Woche. Es gäbe eine Route, die auf meine Gelüste abgestimmt ist. Aber ich wage mich nicht allein dorthin nach den letzten regnerischen Tagen. Die Bergwanderpfade nahe an Abgründen sind bestimmt noch schlifrig. Ausserdem hat's auf der Routenkarte ein Kreuz am Weg gleich an einem steil abfallenden Gelände. Das ist kein gutes Zeichen und bedeutet in katholischen Gegenden vielfach, dass da was Schreckliches passiert sein muss. Also verschiebe ich das Vorhaben auf trockenere Zeiten und wärme mich auf einer anderen Strecke in der Region auf.

Ein bisschen Schweizer Geschichte muss dann doch sein, wenn auch nur von oben herab. Die Rigi ist mir ein bisschen zu touristisch, aber wenigstens ihre Terrasse – oder eine ihrer Terrassen? Also ab in die Gegend, wo sich laut Friedrich Schiller Gesslers Ermordung durch Wilhelm Tell abgespielt haben soll: Hohle Gasse@Wikipedia.

Start an der ÖV-Station Greppen, Oberhaus

Somit ist – tataaa! – der neue Bereich «Züri Süd» auf dieser Website eröffnet.

Ziegelhus (1)

01 Ziegelhus

Ob es sich beim Wölkli auf dem Pilatusmassiv um die Atemluft asiatischer Besucher(innen) handelt?

Wissehrli / Alpeblick (2)

02 Wissehrli / Alpeblick

Wollen da Gegner(innen) der «Trinkwasser»- und «Pestizidfrei»-Vorlage für die Abstimmung vom 13. Juni 2021 die Aussage, den Sinn von Wörtern mit weit hergeholten, fast gegenteiligen Bedeutungen verfälschen und in die Köpfe der Menschen einpflanzen?

Ein Plakat dieses Propagandatyps begegnet mir nicht das erste Mal auf meinen diesjährigen Frühlingswanderungen. Ich verstehe zwar die Landwirt(innen) und ihre Ängste, die offenbar durch diese Argumente ausgelöst werden. Aber dass für das Versprühen von Insektengift auf Feldern das Wort «gepflegt» verwendet wird, empfinde ich als Maximum an Verniedlichung und Irreführung. Auch mit dem Ausdruck «geschützt» und dem damit zusammenhängenden «Pflanzenschutz» bekunde ich Mühe: Schutz vor der Natur? Wer wird geschützt? Monsanto- und Syngenta-Profit? Ist das «gesund», wie es ebenfalls auf dem Plakat suggeriert wird?

Bedeutet das Abmurksen wichtiger Insekten wie Bienen, anderen unliebsamen Viechern, den darüberliegenden Nahrungskettentieren wie Vögel und am Ende wir Menschen «Schutz und Pflege»? Wenn das Wort «Pflege» für das Einsetzen von Pestiziden mit dieser neuen Bedeutung besetzt wird, was bedeutet es dann, wenn wir zB Kranke pflegen? Besprühen wir sie dann mit Gift?

Ausserdem ist zur Zeit wieder mal ein trauriger Höhepunkt eines Abstimmungskampfes erreicht: Vor allem gewisse Gegner(innen) kennen die Grenzen des Anstands nicht und bedrohen Befürworter(innen) gar mit dem Tod. Es wird – passend zum Thema – Gift versprüht. Erleichtert wird dieser neue Umgangs- bzw. Kommunikationsstil durch die Sozialen Medien.

So, fertig empört, ich gehe weiter.

Alpeblick / Angerli (3)

03 Alpeblick / Angerli

Warum heisst dieses Bergmassiv eigentlich «Pilatus»? Da fällt mir so spontan natürlich Pontius Pilatus ein, der böse Jesus-zum-Kreuz-Verurteiler. Eine schauerliche Sage wurde erzählt, dass dieser Kerl in der Gegend um den Berg begraben liegen, regelmässig herumgeistern und für Unwetter sorgen soll: Pilatus@Wikipedia (Etymologie). Für Realisten gibt's auf dieser Webseite auch einen Versuch, den Namen sprachwissenschaftlich zu erklären. Das würde meine Theorie bei Bild (1) unterstützen.

Anger (4)

04 Anger

Schiffli fahrä uf äm See
Cha mer schöni Sachä gseh
Chund dä Wind und chunt dä Sturm
Wirft das schönä Schiffli um.
Liedtext kopiert von «Chinder Musig Wält by swissmom»

Angerrain (5)

05a Angerrain

Der Seeboden muss verdient werden, das Hinaufschrauben geht  jetzt so richtig los.

05b Angerrain

Zum Glück hat's unzählige Aussichten, so habe ich eine Ausrede, beim Steigen immer wieder ein Päuschen einzulegen.

Rüti (6)

06 Rüti

Innerschweizer Landen

Steigade (7)

07 Steigade

Vierwaldstätter- und Zugersee liegen so nahe beieinander. Das Ziel aus den Augen verloren, frage ich mich, warum ich mir so einen steilen Umweg antue ...

Steigade (8)

08 Steigade

Zur Abwechslung mal etwas Detail

Altschwändi / Altruedisegg (9)

09a Altschwändi / Altruedisegg

09b Altschwändi / Altruedisegg

Alles ist alt hier.

09c Altschwändi / Altruedisegg

Dieser Baum meint es gut mit den Wandernden und bietet ein Ruhebänkli an. Ob es auch bequem ist, habe ich nicht getestet.

Chrüzboden / Altruedisegg (10)

10 Chrüzboden / Altruedisegg

Nichts und Niemand braucht sich zu sorgen, denn die Macht eines Kreuzes eliminiert alle Gefahren.

Altruedisegg (11)

11 Altruedisegg

Auf meinem Picknickbänkli ziehe ich mir etwas Geografie 'rein: Küssnacht und Co. oder so.

Ruedisegg (12)

12 Altruedisegg

Zwar wieder mal in die falsche Richtung galoppiert, aber es lohnt sich.

Hinter Boden (13)

13 Hinter Boden

Es wird wieder gekäut.

Hinter Boden/Fluebach (14)

14 Hinter Boden/Fluebach

Alt- und Jungbaum am Bächli vereint: Die Renaturierung des Seebodens und seiner Gebietsnachbarn schreitet voran.

Bei Stockboden (15)

15 Bei Stockboden

Ohne Stock den Stock duruuf.

Seeboden / Stockboden (17)

17 Seeboden

Es ist vor meinen Augen, aber noch lange nicht erreicht, das über dem Zugersee thronende Ziel.

Stockboden / Holderen (18)

18 Stockboden / Holderen

Wenn ich schon da bin, muss das rauchende Rigimassiv natürlich auch noch zu Ehren kommen.

Holderen (19)

19a Holderen

Juhuiii, wieder mal richtig einkehren nach dem Covid-19 bedingten Zweitwellelockdown. Da kommt mir die wunderschöne Alphütte gerade recht. Das Wirtepaar(?) ist total nett, die Atmosphäre entspannt und friedlich, die Aussichten an die Rigi und in's Tal (siehe nächstes Bild) betörend. Die hausgemachten Nuss- und Mandelstangen sind tatsächlich so fein wie auf der Webseite erwähnt: Alpwirtschaft Holderen@Korporation Berg und Seeboden (solange Link gültig)

19b Holderen

Grodboden (20)

20 Grodboden

Altes und Neues, Heiliges und Kriegerisches (das muss sich gemäss Geschichte jedoch nicht wiedersprechen): Die gezoomte Seebodenalpterrasse

Seebodenalp (21)

21 Seebodenalp

Zwischen Hotel und ein paar Ferienhäuschen hat's noch ein gemütliches Plätzchen.

Ab nach Küssnacht im rasenden Seilbähnli

Die anderen Regionen:
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Züri Süd gewandert.ch